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Kamingespräche 2011

Gemeinsam mit  dem Kulturzentrum der Stadt Reinbek richteten wir vor fünf Jahren öffentliche Gespräche am Kamin des Reinbeker Schlosses ein. Im Rahmen unserer Kommunikation „Kultur gegen Gewalt“ befassen sie sich mit dem alten Gegensatzpaar Humanität und Aggression, das unser ganzes Leben so maßgeblich bestimmt. Diese „Reinbeker Kamingespräche“ finden viel Resonanz.  

Im Januar des Berichtsjahres begannen  die Gespräche mit einem Plädoyer von „amnesty international“ gegen politische Willkür, wurden im März vom ehemaligen Generalstaatsanwalt von Schleswig-Holstein fortgesetzt mit „Justitiellen Überlegungen zu jugendlichen Intensivtätern“, um dann, wiederum acht Wochen später, von der Organisation „Weißer Ring“ auf das Schicksal von Gewaltopfern gelenkt zu werden.
Mit Fragen zur wissenschaftlichen Freiheit in der Humanmedizin thematisierte der Chefarzt des Reinbeker Krankenhauses im Juli dann strukturelle Gewalt im Gesundheitswesen. Nach einem Gespräch über Gewalt in menschlicher Gesellschaft aus historischer Sicht mit dem Historiker und Chefarchivar des Kreises Stormarn im September, stand das sechste und letzte Kamingespräch im November 2011 im Zeichen der Auseinandersetzung mit Gewalt aus kirchlicher und aus weltlicher Sicht.  

Die Reinbeker Kamingespräche sollen dazu beitragen, die - oft verdeckten – Wurzeln von Gewalt in unserer Gesellschaft klarer zu erkennen.