Kontak e. V. Archiv

Laienhelfer 2013

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes „Über KONTAKT zum Lernen“ bieten Kindern und Jugendlichen Unterstützung an, die sich in einer schwierigen Lebensphase oder -situation befinden, die in der Schule Lernschwierigkeiten haben, ihre Hausaufgaben unzuverlässig erledigen und/oder die sich nur schwer konzentrieren können. Sie arbeiten mit einem Kind/Jugendlichen an einem oder zwei Tagen in der Woche jeweils zwischen 1 ½ bis 2 Stunden. Die Betreuung ist langfristig angelegt. Sie geschieht in entsprechend ausgestatteten Räumen in Reinbek, Glinde und Trittau und seit 2009 auch direkt in der Schule.

Seit 2011 arbeiteten bis zu drei Ehrenamtliche in der Schule einmal wöchentlich als Schulbegleiter am Vormittag während des Unterrichts. Ihre Aufgabe ist, das Kind zu fokussieren und ihm zu ermöglichen, sich zu konzentrieren und aktiv am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen. Die Ehrenamtlichen sind dabei im engen Austausch mit den Lehrern und werden als große Stütze und Entlastung angesehen.  

Die Arbeit mit den Kindern/Jugendlichen bedeutet eine hohe Anforderung an die Persönlichkeit der Ehrenamtlichen.  

Seit Beginn des Projektes 1999 wurden 68 Kinder- und Jugendliche von 46 Ehrenamtlichen betreut. 2013 haben 15 Ehrenamtliche insgesamt 14 Kinder im Alter von 9 bis 25 Jahren begleitet, davon konnten 7 Kinder aus der Betreuung verabschiedet werden. Der regelmäßige Kontakt dauerte von kurzfristig einige Monate bis hin zu 8 Jahren. Ein Jugendlicher wurde über die Schulzeit hinaus bei der Berufsfindung unterstützt und ein junger Mann weiterhin während der Ausbildung begleitet.  

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden bis August d. J. in zwei Gruppen fachlich durch Gisa Poltrock, Dr. Ursula Behrens-Tönnies und organisatorisch durch Nicole Hilgert aus dem Beratungszentrum Südstormarn in ihrer Arbeit unterstützt. Ab September wurden die Gruppen zu einer zusammengeführt, da Frau Dr. Behrens-Tönnies Anfang 2014 in den Ruhestand gehen wird. Es wurden je Gruppe zwei Arbeitstreffen im Monat durchgeführt, die genutzt wurden zu:

  • Fallbesprechungen
  • Erfahrungsaustausch (voneinander lernen)
  • Fortbildung zu ausgewählten Themen
  • Organisatorisches
  • Gemütliches Zusammensein

Für die kontinuierliche Arbeit der Ehrenamtlichen ist eine regelmäßige Supervision und Begleitung der Gruppen unerlässlich. Folgende Punkte wurden bei den Treffen unter anderem thematisiert:

  • ADHS und seine Auswirkungen
  • Ideen zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Pubertät
  • Umgang mit gefährdeten Jugendlichen
  • Schulverweigerung
 
Die Ehrenamtlichen begleiten die Hausaufgaben, sie spielen, reden, sorgen für Regeln, streiten, helfen bei der Suche nach einem Praktikums- bzw. Ausbildungsplatz und haben Spaß. Wertvoll für die Entwicklung der Kinder/Jugendlichen sind der persönliche Kontakt und die sichere Beziehung zwischen dem Kind/Jugendlichen und dem Begleiter. Sie verhilft dem Kind/Jugendlichen, sich selbst mehr zuzutrauen, offener für seine eigenen Gefühle, Gedanken, Anschauungen zu sein, Ziele für sich zu entwickeln, seine Impulse besser in den Griff zu bekommen, sein Sozialverhalten angemessener zu gestalten und den schulischen Anforderungen besser gerecht zu werden.  

Durch die langjährige Vernetzung mit den Schulen und Kindergärten zeigt sich ein hoher Bekanntheitsgrad unserer Arbeit. Dies ist von Vorteil für die Kinder, da der negative Fokus durch die Begleitung unseres Projekts weitgehend von ihnen genommen wird und ihnen neuen Raum zur Veränderung bietet. Zum Weiteren ist es von Vorteil für die Ehrenamtlichen, da häufig ein zeitnaher und unbürokratischer Austausch zwischen Lehrern, Erziehern und Ehrenamtlichen unter Schweigepflicht erfolgt. Gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen werden erarbeitet und pädagogische Vorhaben entwickelt. Die persönliche Ansprache von uns an die Lehrer führt zur Entlastung der Lehrer, zu neuer Motivation und Engagement für den Schüler. Während die Zusammenarbeit mit Lehrern und Erziehern auf einer fachlichen Ebene stattfindet, finden die Gespräche mit den Eltern eher im Familien stützenden Sinne statt.

An folgenden Tagen fanden gemeinsame Unternehmungen mit den Ehrenamtlichen statt:  
  • 21.03.2013
gemütliches Osterfrühstück
  • 08.10.2013
herbstliche Führung über den Hamburger Friedhof Ohlsdorf mit anschließendem Mittagessen
  • 05.12.2013
festliches Weihnachtsbuffet