Kontak e. V. Archiv

Laienhelfer 2014

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes „Über KONTAKT zum Lernen“ bieten überwiegend Kindern und Jugendlichen Unterstützung an, die sich in einer schwierigen Lebensphase oder -situation befinden, die in der Schule Lernschwierigkeiten haben, ihre Hausaufgaben unzuverlässig erledigen und/oder die sich nur schwer konzentrieren können. Sie arbeiten mit einem Kind/Jugendlichen an einem oder zwei Tagen in der Woche jeweils zwischen 1 ½ bis 2 Stunden. Die Betreuung ist langfristig angelegt. Sie geschieht in entsprechend ausgestatteten Räumen in Reinbek, Glinde und Trittau und seit 2009 auch direkt in der Schule.

Seit 2011 arbeiteten Ehrenamtliche auch in der Grundschule Mühlenredder einmal wöchentlich als „Schulbegleiter“ am Vormittag während des Unterrichts. Ihre Aufgabe ist, das Kind zu fokussieren und ihm zu ermöglichen, sich zu konzentrieren und aktiv am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen. Die Ehrenamtlichen sind dabei im engen Austausch mit den Lehrern und werden als große Stütze und Entlastung angesehen. Erstmalig wurde 2014 zum Wohle der Kinder auch eine Mutter durch unser Projekt unterstützt, die bisher kein Deutsch spricht und nicht schreiben und lesen konnte.   Die Arbeit mit den Kindern/Jugendlichen bedeutet eine hohe Anforderung an die Persönlichkeit der Ehrenamtlichen.

Seit Beginn des Projektes 1999 wurden und werden 71 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie 1 Erwachsene von 47 Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt. Zwei ehrenamtliche Mitarbeiter, Anngret Baufeld und Michael Just, sind bereits seit 14 bzw. 10 Jahren dabei. Dies zeigt, wie langfristig dieses Projekt nicht nur für die Kinder und Jugendlichen, sondern auch für die Ehrenamtlichen angelegt ist und von der Beständigkeit profitiert.   2014 haben 13 Ehrenamtliche insgesamt 9 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 10 bis 26 Jahren begleitet, davon konnte 1 Kind nach 4 ½ Jahren aus der Betreuung verabschiedet werden. Der regelmäßige Kontakt dauert oder dauerte von kurzfristig einige Monate bis hin zu 8 Jahren. Ein junger Erwachsener wird noch über die Schulzeit hinaus berufsbegleitend sowie eine erwachsene ausländische Frau/Mutter beim Erlernen des Lesens und Schreibens unterstützt.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden fachlich durch Gisa Poltrock, und organisatorisch durch Nicole Hilgert aus dem Beratungszentrum Südstormarn in ihrer Arbeit unterstützt. Es wurden zwei Arbeitstreffen im Monat durchgeführt, die genutzt wurden zu:

  • Fallbesprechungen
  • Erfahrungsaustausch (voneinander lernen
  • Fortbildung zu ausgewählten Themen
  • Organisatorisches
  • Gemütliches Zusammensein

Für die kontinuierliche Arbeit der Ehrenamtlichen ist eine regelmäßige Supervision und Begleitung der Gruppen unerlässlich. Folgende Punkte wurden bei den Treffen unter anderem thematisiert: 
Einführung in die Verhaltenstherapie Projekt: Wahrnehmen und Erkennen von dysfunktionalen Kognitionen. Zum Thema Blackout bei Klassenarbeiten an einem Beispiel Umgang mit schwarzen GedankenBewerbung der Ehrenamtlichen bei dem Projekt „dm-Helferherzen“.

Die Ehrenamtlichen begleiten die Hausaufgaben, sie spielen, reden, sorgen für Regeln, streiten, helfen bei der Suche nach einem Praktikums- bzw. Ausbildungsplatz und haben Spaß. Wertvoll für die Entwicklung der Kinder/Jugendlichen sind der persönliche Kontakt und die sichere Beziehung zwischen dem Kind/Jugendlichen und dem Begleiter. Sie verhilft dem Kind/Jugendlichen, sich selbst mehr zuzutrauen, offener für seine eigenen Gefühle, Gedanken, Anschauungen zu sein, Ziele für sich zu entwickeln, seine Impulse besser in den Griff zu bekommen, sein Sozialverhalten angemessener zu gestalten und den schulischen Anforderungen besser gerecht zu werden.  
Durch die langjährige Vernetzung mit den Schulen und Kindergärten zeigt sich ein hoher Bekanntheitsgrad unserer Arbeit. Dies ist von Vorteil für die Kinder, da der negative Fokus durch die Begleitung unseres Projekts weitgehend von ihnen genommen wird und ihnen neuen Raum zur Veränderung bietet. Zum Weiteren ist es von Vorteil für die Ehrenamtlichen, da häufig ein zeitnaher und unbürokratischer Austausch zwischen Lehrern, Erziehern und Ehrenamtlichen unter Schweigepflicht erfolgt. Gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen werden erarbeitet und pädagogische Vorhaben entwickelt. Die persönliche Ansprache von uns an die Lehrer führt zur Entlastung der Lehrer, zu neuer Motivation und Engagement für den Schüler. Während die Zusammenarbeit mit Lehrern und Erziehern auf einer fachlichen Ebene stattfindet, finden die Gespräche mit den Eltern eher im Familien stützenden Sinne statt.

An folgenden Tagen fanden gemeinsame Unternehmungen mit den Ehrenamtlichen statt:

12.02.2014: gemeinsames mediterranes Kochen im „Cooking Club“ der Feinabfüllung in Hamburg Eppendorf
17.04.2014: fröhliches Osterfrühstück im Beratungszentrum
11.12.2014: festliches Weihnachtskaffeetrinken